Da landen, wo du gerade wirklich bist
Das heutige Zitat der Traumatherapeutin Dami Charf gilt es nicht so sehr zu verstehen, sonder zu erfühlen.
Sie sagt: »Wir können uns nicht verändern, wenn wir nicht da landen, wo wir gerade wirklich sind.«
Erlaube dir einen Moment, die Worte nicht verstehen zu wollen, sondern eher mit den Ohren deines Herzens zu hören.
Was bedeutet es, da zu landen, wo wir sind?
Für mich bedeutet es uns zu spüren:
In Momenten der Freude.
Wenn wir traurig sind.
In Augenblicken, in denen wir nichts fühlen.
Zu Zeiten, zu denen wir an uns zweifeln.
In Momenten der Wut.
Oder wenn wir unseren Körper wahrnehmen.
Schlussendlich ist es in jedem Augenblick, in dem wir unserer selbst gewahr werden, mit uns selbst in Beziehung gehen.
Manchmal haben wir eine Zunkunftsversion von uns vor Augen, die wir meinen erreichen zu müssen, um endlich glücklich zu sein. Dann sind wir nicht da, wo wir gerade sind. Vielmehr wollen wir dann weg, von wo wir sind, hin zu jener vielleicht hehren Zukunftsversion unserer selbst. In der Bewegung des »weg von« können wir uns selbst nicht umarmen, nicht in uns ankommen. Die Landung in dem, wo wir gerade sind, mag sich nicht immer angenehm anfühlen, manchmal kann es ein wenig wie eine Bruchlandung sein. Aber das ist dann die Landung in diesem Moment. Und wenn wir uns hinsetzen, ob der Wucht der Landung, und uns einfach umschauen und vielleicht beginnen zu benennen, was wir gerade fühlen, denken oder empfinden, dann ist das Balsam für unser Sein.
Das Zitat von Dami stammt aus einem sehr lebendigen und inspirierenden Interview mit ihr für meine Wurzeln & Flügel Online-Tage Ende Oktober. Es geht um eines der am meisten missverstandenen Gefühle, nämlich Wut. Dami erklärt, warum Wut ursprünglich ein kurzer, gesunder Impuls zum Grenzensetzen ist, und wie daraus durch frühe Ohnmachtserfahrungen etwas ganz anderes werden kann, nämlich Rage, die im Körper stecken bleibt. Sie unterscheidet einfühlsam zwischen Gegenangriff und echter Grenze, zwischen Ausagieren und Fühlen. Und sie zeigt, warum das Verstehen dieser Unterschiede nicht nur für uns selbst, sondern auch für all unsere Beziehungen entscheidend ist. Ein Gespräch, das Mut macht, alten Überlebensmustern mit mehr Verständnis zu begegnen.
Ich lade dich von Herzen ein, dich schon jetzt für den Online-Kongress einzuladen und dir das ganze Interview anzuhören. Ich finde, es lohnt sich. Hier kannst du dich anmelden: annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026
Und wenn du magst, spür mal hin: Wenn du jetzt gerade bei dir landest, was nimmst du wahr? Welche Gefühlslandschaft ist dein Landeplatz?
Schau’s dir einfach an.
Sei damit, für einen Moment.
Du bist und du atmest – jetzt.