Bei dir selbst zu Hause sein als Anfang jeder Beziehung
»Bei sich selbst zu Hause zu sein ist die notwendige Voraussetzung, damit man sich zu anderen in Beziehung setzen kann.« – Erich Fromm.
Vielleicht denkst du dir jetzt, wie bitte? Jetzt muss ich auch noch eine Bedingung erfüllen, um mit anderen in Beziehung zu sein? Erstmal in mir zu Hause sein, was auch immer das heißen soll.
Ich mag dazu das Bild aus dem Film Dirty Dancing. Der Tanzlehrer zeigt dort »your space, my space«. »Dein Raum, mein Raum.«
Denn nur wenn jeder seinen eigenen Raum kennt und respektiert, können wir uns wirklich begegnen. Dann entsteht ein Miteinander, ein Tanz. Spür doch mal in dich hinein:
✿ Wie fühlt es sich an, bei dir selbst zu sein, deinen Raum wirklich zu bewohnen?
✿ Wie erlebst du Begegnungen, wenn du dich ganz an den Bedürfnissen anderer orientierst und vielleicht gar nicht richtig bei dir bist?
✿ Und wie verändert es sich, wenn du dich selbst wahrnimmst, deine Bedürfnisse kennst und gleichzeitig offen bleibst für die Gefühle, Meinungen und Wahrnehmungen anderer?
✿ Und wenn my space und your space sich begegnen?
Vielleicht ist das Zuhause in dir gar keine Bedingung im Sinne einer Pflicht. Vielleicht ist es vielmehr ein Geschenk. Ein Geschenk, das du dir selbst machen darfst, um Beziehungen tiefer und lebendiger zu leben, denn der Beginn einer jeglichen Beziehung ist die Beziehung zu uns selbst.
Wenn du magst, spür mal in folgende Frage rein:
✿ Was bedeutet es für dich, bei dir selbst zu Hause zu sein und wie zeigt sich das in deinen Beziehungen?